VANE - Mateusz Gajdzik

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Wacken war unser feuchter Traum und er ist verdammt nochmal wahr geworden!

Nachdem die Polnischen Piraten-Metaller VANE mit ihrem knackigen Debüt "Black Vengeance" im härteren Sektor ordentlich punkten konnten, schnappten wir uns Bandgründer und Gitarrist Mateusz für ein kurzes Interview über Zukunftspläne, Piraten und feuchte Träume.

Veröffentlicht am 05.02.2020

Für alle die euch noch nicht kennen: Stellt euch doch bitte einmal unseren Lesern vor!

Ahoi! Wir sind VANE - eine Groove Metal/Melodic Death Metal Band aus Polen. Die Band wurde aus der Idee heraus geboren, modernen Metal zu machen in dem über Piraten gesungen (oder besser, gescreamt oder gegrowlt, hehe) wird. Eigentlich nicht unbedingt über Piraten direkt, da wir Storys kreieren wollten, die in der goldenen Ära der Piraten verwurzelt sind, aber manchmal nur lose mit Segeln und Seeschlachten zusammenhängen. Checkt "The Ritual", eine unserer Singles, als Beispiel.


Was waren eure bisherigen Höhepunkte in eurer Bandkarriere?

Definitiv der fünfte Platz im Wacken Metal Battle! Das war ein großartiger Erfolg nach nur weniger als einem Jahr an Liveauftritten! Es war einfach großartig Teil eines der größten und wichtigsten Metal-Festivals der Welt zu sein und dort zwischen den Größten der Größten im Backstagebereich rumzuhängen. Diese Erinnerung kann uns keiner mehr nehmen! Und am Tag danach standen wir dann auch noch vor einer riesigen Crowd am Pol'and'Rock auf der Bühne, einem der größten Festivals in Polen. Das war auch ein Ding!


Und die Tiefpunkte?

Ich glaube der Moment, als wir uns von unsere Drummer Marcin Zdeb verabschieden mussten. Es war wirklichhart für alle und wir möchten so einen Prozess nicht noch einmal durchleben.


Wie sieht es mit dem Songwritingprozess in eurer Band aus - wer schreibt die Songs, die Lyrics etc...

Üblicherweise starten wir mit dem Grundgerüst eines Songs. Ich nehme dann Gitarren, Bass und Schlagzeug auf, schicke das weiter an die Jungs, zum Verbessern. Irgendwann bringt dann unser Sänger, Marcin Parandyk einige random Lyrics dazu. Dann optimiere ich das weiter, gebe hier und dort ein Riff dazu, nehme was heraus, arrangiere die Vocals und den Rest der Instrumente. Wenn der Song dann fast fertig ist und für uns gut klingt, dann schreiben wir die Lyrics. Marcin tut sich dann mit Robert Zembrzycki zusammen, unserem zweiten Gitarristen. Und dann gehen wir so schnell wie möglich ins Studio um aufzunehmend und zu veröffentlichen!


Wie würdest du eure Musik jemandem beschreiben, der noch nie von euch gehört hat?

Nun ja, es ist moderner Metal, mit viel Groove, ein bißchen Melodien, Growling und ein paar Screams. Heißer Scheiß für jemanden der Bands wie LAMB OF GOD, MACHINE HEAD oder DEVILDRIVER mag!



(c) Robert Zembrzycki


Warum habt ihr euch thematisch für Piraten entschieden, die ja in den härteren Styles eher weniger vorkommen und häufig mit melodischen Metal-Spielarten assoziiert werden?

Zwei Gründe. Einer davon ist, dass wir Bandgründer (Robert und ich) beide von diesem Thema fasziniert sind. Wir haben Stunden mit Spielen wie "Monkey Island" oder "Black Flag" verbracht und haben uns Filme wie "Pirates Of The Caribbean" oder Serien wie "Black Sails" reingezogen - nebst Herumsegeln und Plündern von Schiffen natürlich, hehe!

Der andere Grund ist, dass es einfach so ungewöhnlich ist, diese Themen in unserem musikalischen Genre zu verwenden. "Pirate Metal" wird ja häufig mit besoffen-vergnüglichen Melodien in Verbindung gebracht. Nicht so bei uns!


Gratulation zu eurem starken Album "Black Vengeance"! Erzähl uns doch ein wenig über die Entstehung bzw. die Hintergründe des Albums.

"Black Vengeance" ist ein Konzeptalbum, das die Story eines einzelnen Piraten beschreibt. Soweit ich weiß, werden Piratenthemen im Metal ja eher auf die eher lustige, partyaffine Schiene implementiert, du weißt was ich meine. Unsere Idee war, das anders zu machen, dunkler, seriöser und es näher an den historischen Fakten zu halten. Aber, wie das oft so ist, stellte sich die Geschichte dann doch deutlich langweiliger und weniger aufregend heraus als wir gedacht hätten, also nahmen wir uns die Freiheit hie und da einen kleinen Plot Twist einzubauen und vielleicht haben wir auch da und dort ein bißchen eine größere Sache in kleinere Scharmützel hineingeschummelt, als es unsere Helden tatsächlich durchlebt haben.


In euren eigenen Worten: Was sind die größten Unterschiede zwischen eurem letzten Album und den Sachen die ihr zuvor gemacht habt?

Ich habe "Black Vengeance" nach einigen Jahren Pause von der Musik komponiert. Meine letzte CD war mehr in Richtung Heavy/Power Metal, also ist der Unterschied für mich schon sehr groß. Für mich ist es erweiterter, fortgeschrittener. Ich habe auch viel mehr Zeit in den Arbeitsprozess gesteckt als in andere CDs die ich komponiert habe. Ich habe dabei auch viel mehr Augenmerk auf andere Bereiche gelegt, wie zum Beispiel Artworks, Lyrics und so weiter.


Was ist dein persönlicher Favorit auf eurem Album?

Das ist echt hart... vielleicht "Rise To Power"? Oder vielleicht "Death's Season"? Nein, "Mutiny"... Shit, ich weiß es nicht!


Wie siehts mit euren Plänen für die Zukunft aus?

Wir haben eine Tour geplant, kurz bevor wir eine neue Single und ein Musikvideo herausbringen werden. Noch vor dem Sommer möchten wir weitere zwei Songs veröffentlichen und dann mit den Arbeiten am zweiten Album starten. Und Gigs spielen, spielen, spielen!



Erfolgreicher Gig am Pol'and'Rock (c) Maciej Zembrzycki


Du sagst es - wie steht es um eure aktuellen Live-Aktivitäten?

Wie bereits erwähnt, haben wir eine Tour in Planung - acht Städte in Polen, drei in der Tschechischen Republik und wir sind bisher für ein Sommerfestival gebucht.


Mit welchen Bands würdet ihr gerne einmal spielen?

Huh, mit vielen! Ich würde ja gerne einmal mit DEVILDRIVER oder LAMB OF GOD spielen - diese Bands inspirieren mich ungemein und ich würde nur zu gerne einmal mit ihren touren!


Was war euer bester Gig bisher?

Also der wichtigste war auf jeden Fall der in Wacken! Riesiges Publikum, das heilige Metal-Land und überhaupt der feuchte Traum eines jeden Metalheads - auf jeden fall unser feuchter Traum und er ist verdammt nochmal wahr geworden! Am Tag danach spielten wir ja am Pol'and'Rock zur Prime Time um 21:00h mit einem einstündigen Set, mit Gästen, eigener Crew (Licht und Sound) und fantastischem Publikum, noch viel größer als in Wacken. Das war eine Nummer!


Habt ihr noch abschließende Worte für unsere Leser?

Arrr!


Na dann, vielen Dank für eure Zeit und viel Erfolg für die Zukunft!


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