CALL THE MOTHERSHIP - Captain Jörg Varga

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"Deine physische Manifestation determiniert nicht deine Möglichkeit deinem Leben für ein paar Momente zu entfliehen … und unsere Musik soll dir dabei helfen."

Lust auf eine Runde im All? Falls ja, müssten CALL THE MOTHERSHIP das absolut Richtige für dich sein! Nach einer Zeit der Bühnenabstinenz meldet sich die Besatzung des wohl heftigsten österreichischen Metal-Raumschiffs zurück und liefert deftigst ab. Der Captain äußert sich bei uns im Interview.

Veröffentlicht am 20.01.2020

Meine Damen und Herren! 

Das Mothership kommt nach Hause ! 

Nach einer Zeit der Bühnenabstinenz hat sich die Besatzung unseres gelibeten Earthcore Raumschiffs, bestehend aus Primer, Joystick Jetsetter, The Captain aka Overmind, Soundshaper, Codex und Commander, zurückgemeldet und verkündet, dass sie am 8.02. "heimkommen". 

Genauer gesagt ist der Landeplatz das AERA in Wien und um 20:00 wird le Ship erwartet.
Natürlich kommt die Mannschaft nicht mit leeren Händen zu uns zurück, denn sie hat eine neue EP im Gepäck. Passend zur Rückkehr nennt sich jene "Of coming home" und wird digital schon am 02.02. released werden.  Das neue Teil enthält 15 Minuten frisches Material auf welches ich nun kurz eingehe, bevor ich Euch ein Interview mit dem Captain höchstpersönlich präsentiere. 

"Hope": 

Bevor ich zu viel von meiner Meinung über die EP preisgebe und euch damit prime, weise ich einmal darauf hin, dass die erste Single namens „Hope“ schon vorab unter folgendem Link erhältlich ist :

https://distrokid.com/hyperfollow/callthemothership/of-coming-home-radio-edit

Nach der Single hatte ich Blut geleckt und habe mich direkt auf das Hauptwerk in meinen Augen gestürzt. 

"Of Coming Home":

Das Meisterwerk (Opus) bringt insgesamt ca.zwölf Minuten und ist somit wirklich ein „großes“ bzw. langes Werk. Schon in der ersten Minute wird man vom generellen Sound-Setting in den Bann gezogen und auch nicht so schnell losgelassen. Die Vocals sind  so richtig deftig, was bei derart begabten Sängern nicht verwunderlich ist. Die Höhen zischen richtig schön durchs Trommelfell, währenddem die Tiefen gutturalen Sektionen einem wieder durch den Magen fahren. Die Instrumentalsektion fährt nicht in altbekannter Qualität weiter, denn man hört eine gewisse Entwicklung was Technisches angeht. Man merkt, dass die Besetzung des Motherships einfach eine wahnsinnig eingespielte Truppe sind und „Of Coming Home“ wirkt als wären die Herren an einem Punkt angelangt sind, an welchem sie sich heimelig fühlen.

Nachdem ich nun meine Ansichten dargelegt habe, kann ich euch die Ansichten des Kapitäns ebenso darlegen, da er sich liebenswerter Weise zu einem Interview zur Verfügung gestellt hat. Danke dafür! Diesmal haben wir ein klassisches Mail-Interview durchgezogen und folgendes ist dabei herausgekommen: 
 

Was ist so während der Bühnenabstinenz gelaufen?

Ich grüße Sie, Herr Eder! Danke erstmal für den Support und die Möglichkeit, dass wir wiedermal auf Stormbringer gefeatured werden.

Wir haben unseren letzten Gig im April 2019 in der Szene Wien gespielt und uns dann bewusst dafür entschlossen unseren Fokus auf Songwriting und Contentcreation zu legen. Wie ich das bereits in unserer Doku „COMING HOME“ gesagt habe ist Livespielen und Studioarbeit/Promo ein ganz ein anderes, aber ebenso aufwändiges Spielfeld. 
Deswegen haben wir uns verbunkert (auch von social media) und sowohl eine Doku, als auch eine EP geschrieben/recordet, um danach auch die Promo-Maschinerie wieder anzufeuern. 
 

Wie habt ihr die EP produziert, wo und mit wem?

Nachdem Ermis und ich gemeinsam die EP in der Preproduction konzipiert hatten, haben wir uns dazu entschlossen mit den Gebrüdern Roth von THEIR DOGS WERE ASTRONAUTS zusammen zu arbeiten. Erstmal, weil die beiden gut verstehen, was der Sound von CTM ist und auch, weil ich gerne jeden Output mit jemand anderem produzieren mag. Außerdem kennen wir uns schon eine Zeit lang und vor allem ich persönlich bin ein Fan von den Astronauten und ihrem Konzept und allem was damit kommt. Sprich auf persönlicher Ebene haben wir uns vorher schon ganz gut verstanden. 

Die EP wurde an drei Tagen recordet, von Rhytmusgitarren und Bass, bis über Synths und Orchester, welche programmiert wurden, genau wie die Drums. Das alles ist im hauseigenen Studio der Gebrüder Roth geschehen. 
Vocals haben wir gemeinsam mit Herrn Norbert Leitner in seinem Studio recordet, welche dann die Dogs in den Misch und Master eingearbeitet haben. 
 

Coming Home.....  Welche Messages bringt ihr von draußen mit?

Eine fundamentale Wahrheit, die wir da draußen erst lernen und verstehen mussten, war, dass es nicht darum geht wie oft man stürzt, fällt und auf die Knie geht, sondern ob und wie man sich wieder aufrichtet und weitermacht. Aus jeder Niederlage gibt es viel zu lernen und viel Positives mitzunehmen und auch das möchten wir teilen. 
 

The Joy Of Closure, im Sinne von Abschluss des Projekt (bitte ned!) oder generell?

Nein, keine Sorge, wir lösen CTM hiermit nicht auf. Aber die Geschichte (oder die Lore, wie wir es am Schiff gern nennen) kommt zu einem wesentlichen Punkt, an dem man sowohl musikalisch, als auch vom Konzept her in alle Richtungen weitergehen kann. 
Wie oft im Leben kommt man schon an einem Punkt, wo alle Pfade und Stricke hinführen und man frisch, aufgeräumt und sauber weitermachen kann?
 

Ist der Fokuswechsel von Tragedy to Solace n Joy durch die Biographien der Musiker, oder des "Captains" begründbar, oder war dieser Wechsel einfach konzeptuell notwendig?

CTM war immer schon autobiographisch zu sehen. Vieles was wir im Alltag sehen und erleben, verwandeln wir in eine Geschichte und verbreiten sie über das Web oder von den Bühnen herab. Nichts von dem ist sonderlich abstrakt oder an den Haaren herbeigezogen, denn jeder ist schon mal einem toxischen Menschen entkommen (Shapeshifter) oder hat seine Lebensumstände akzeptiert und das Beste daraus gemacht (Rareform), oder?
 

Drei Sänger? Why and How? 

Mister Kamper von ALL YOUR SORROWS ist schon lange ein Teil unserer Crew, wenn auch nicht immer auf der Bühne zu sehen. Er ist ein effektiver Projektarbeiter, lernt schnell und Perfektion ist sein Standard. Er macht sich immer viele Gedanken, wenn er eingeladen wurde mit uns ein Konzert zu spielen und ist immer bestens vorbereitet. Weil er durch seine Leistung das Mothership supportet hat, dachten wir uns, dass es nur ein Vorteil sein kann, seine Skills für unseren nächsten Output und auch die nächste Show einzusetzen. Ich will somit den Eindruck ändern, dass Gerald nur ein Ersatzmann ist, ganz im Gegenteil, er ist ein Kernmitglied unserer Crew. 
 

Release-Show , was kann man vorab schon zum anheizen sagen?

Vorab möchte ich sagen, dass wir regelmäßig viele positiven Nachrichten erhalten, wie sehr sich manche da draußen auf die Show und die neue Musik freuen und aktiv versuchen, 
schon einen Sneakpeak zu erhalten. Wir sind sehr angetan von dem aktiven Interesse. Deswegen will ich mich bei jedem Bedanken, der seine Zeit mit uns an den Abend verbringen mag. 
Sonst möchte ich nicht viel vorwegnehmen, außer dass es eine aufregende Setlist und ein Interessantes Setting geben wird. Außerdem spielen wir alte Songs live, die wir vorher noch nie gespielt haben und auch die gesamte neue EP. 
 

Wie oft wird das Mothership in 2020 konzertieren?

Offiziell: Drei Mal. 
08.08.2020 im Aera Wien mit unserem Release. (In Kooperation mit FISTCREW-Booking, Caesar Handmade Guitars & High 5ive)
18.04.2020 im OKH Vöcklabruck mit SECRETS OF SEPERATION, KILL THE LYCAN und WE BLAME THE EMPIRE.
25.04.2020 in der Arena Wien mit NORIKUM, TUXEEDO und WE BLAME THE EMPIRE.
 

Ist es noch Eskapismus wenn man nach Hause kommt?

Der Eskapismus, den wir betreiben und feiern ist ein sehr geistiger. Deine physische Manifestation determiniert nicht deine Möglichkeit deinem Leben für ein paar Momente zu entfliehen … und unsere Musik soll dir dabei helfen. 

Vielen Dank für das Interview. Wir sehen uns auf der anderen Seite. 
 

Den letzten Satz kann ich nur in die entgegengesetzte Richtung zurückschicken! 

Danke für diesen guten Einblick auf das was war und das was kommt.
Ich hoffe ihr da draußen freut euch schon aufs Heimkommen! 


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