LILIATH - Miriam Arens

Artikel-Bild

Und bist du ein Träumer geh den Weg, der in dir schon geschrieben steht!

Surrealistic Musical Cabaret als Tor in andere Welten.

Veröffentlicht am 26.10.2019
Mein erstes Interview und ich bin voll aufgeregt. Gott sei Dank ist Miriam immer voll tiefenentspannt und mega-freundlich. Das erleichtert es ungemein.
 
Hi Miriam, danke das du dir die Zeit nimmst, dich von mir löchern zu lassen! Für alle, die euch noch nicht kennen: bitte stelle die Band kurz vor und schildere den bisherigen Werdegang:

Hallo, ich bin Miriam von der Band LILIATH. Vielen Dank erstmal, dass du das Interview mit uns machst. LILIATH ist eine illusorische Art-Performance. Wie ein freier Fall durch Alice's Kaninchenbau, in dem die Grenze zwischen innerer und äußerer Wirklichkeit verschwimmt. Die Musik hüllt unsere Zuschauer in eine schillernde Seifenblase und entführt euch in den Zirkus der Seele.
Um den Sog in diese andere Welt zu verstärken, mischen wir verschiedenste Kunstformen ineinander. Wie tief die Reise geht, entscheidet jeder selbst.
In DER Besetzung gibt es uns seit 3 Jahren – eine Erstauflage von LILIATH im Studium musste ich leider auflösen, da alle Musiker in andere Städte zogen...
In diesen 3 Jahren haben wir die ersten Konzerte gespielt, Kostüme gebastelt, Videos gedreht, unser Debütalbum eingespielt und released, ein Management und ein Label gefunden und viiiiel eigene Musik geschrieben. Es war turbulent und großartig – und jetzt sind wir bereit für viele klitzekleine und riesengroße Konzerte auf den Bühnen dieser Welt!
 
Wo liegen Eure Einflüsse?

BJÖRK, DANNY ELFMAN, FLORENCE + THE MACHINE, BAT FOR LASHES, COCO ROSIE, NINE INCH NAILS, PROKOFIEV, COSMO SHELDRAKE
 
Welches waren die bisherigen Höhepunkte Eurer Karriere?

Es war DER Wahnsinn nach 2 Jahren einspielen im Studio und rumgebastel an Arrangements unser Debütalbum „Seeker Seeker“ in den Händen zu halten, das jetzt seit knapp einer Woche auf dem Markt ist. Das war so ein Höhepunkt... Und natürlich die Konzerte in der Philharmonie Timisoara (Rumänien), dem „white noise black silence Festival“ und der Black Box (München).
Uns gibt es in der Formation erst seit 3 Jahren, deshalb gibt’s noch nicht so viele Höhepunkte - wir stehen ja noch am Anfang. Aber die großen und kleinen Festivalbühnen dieser Welt sind so ein Traum für kommende Höhepunkte !
 
Und wo lagen die bisherigen Tiefpunkte?

Als letzten Frühling unser Schlagzeuger Josy aussteigen musste, weil er als Tontechniker gerade so krass ausgebucht ist... Aber Gott sei Dank haben wir einen neuen Schlagzeuger gefunden, der super gut spielt und auch noch irrsinnig nett ist!
 
Wie entstehen Eure Songs?

Am Anfang ist da immer eine Idee, die unbedingt als Musik in die Welt kommen will. Sie spukt mir solange im Kopf herum, bis ich sie auf Papier banne. Meistens schreibe ich über sehr tiefe, einschneidende Erfahrungen und Erlebnisse, die mich nicht mehr loslassen, bis ich sie in Kunst verwandle. Es sprudelt aus mir heraus – Textzeilen, Melodien oder Akkorde... Mit einer Rohfassung der Songs (der Melodie mit Akkorden, den Lyrics und einigen auskomponierten Geigen-, Bass- und Klavierlinien) gehe ich dann zu Niki - unserem Geiger und Produzenten.
Und er zaubert dann daraus die fertigen Songs, mit seinen großartigen Arrangier-Ideen. Meistens werden dann aus meinen 4 bis zu 40 Spuren. Wir sind also ein Kompositions-Duo.
 
Woher nehmt ihr eure Inspirationen, sowohl musikalisch als auch lyrisch?

Aus den einzigartigen Momenten, die das tiefste Innere berühren und einen manchmal auch verwandeln. In Momenten, die so intensiv und aufrüttelnd sind, übersetzt sich die Emotion dazu wie von selbst in Musik und Poesie. Es ist, als wäre alles schon da – und man muss nur zuhören.
 
Wie würdet Ihr Eure Musik jemandem beschreiben, der noch nie von Euch gehört hat?

Ich glaube, wir haben da aus Versehen eine neue Musikrichtung erfunden...  Man könnte sie vielleicht Score Pop nennen. Unsere Musik klingt wie eine durchgeschrillte Mischung aus Filmmusik über Steampunk, mit Gothic, Soul und einem anarchischen Hauch von Hyper-Jazz. Sie kann auch Spuren von Alternative und Avantgarde enthalten. Auf die Bühne bringen wir die Musik als illusorische Art Performance – einer Art “Dark Circus”.
 
Bitte schildere die Entstehungsgeschichte Eures aktuellen Albums "Seeker Seeker".

Erstmal haben Niki und ich die Songs von „Seeker Seeker“ gemeinsam komponiert, inspiriert von meinen durchgeknalltesten autobiographischen Erlebnissen. Wir haben das Album dann programm-musisch angelegt, also als eine Art innere Reise durch den „dark circus“. Man folgt der Protagonistin „Zweigesicht“ auf ihrer turbulenten Reise durch den Seelenzirkus auf der Suche nach dem Sinn, dem Kern.
Dann gings an die Produktion. Wir bunkerten uns in Nikis Tonstudio, den Blau-Raum Studios bei München ein – die Kaffeemaschine „Francis“ hat uns hier stark unterstützt... Hier nahm unser Debutalbum seine jetzige Gestalt an. Und hier hat auch unsere Band LILIATH, aka Max Osvald (Piano, Keys), Boris Boscovic (Bass), Josy Friebel (Drumset) und Niki Kampa (Violin, Guitar) in mehreren Sessions die Songs eingespielt – das war 2018.
Gemischt und gemastert wurde „Seeker Seeker“ im Frühling 2019 - von Matthias Leichtle (Mix) und Ludwig Maier (Mastering), die den Sound des Albums maßgeblich mitgestaltet haben.
Über eine Crowdfunding Kampagne im Juni, Juli konnten wir dann schließlich das Presswerk und das Design für die Platte finanzieren. Vielen Dank nochmal an unsere großartigen Unterstützer!
Unser Label „Foxy Records“ hat das Album Anfang Oktober rausgebracht: „Seeker Seeker“ ist jetzt seit dem 11. Oktober im Handel uns auf allen einschlägigen Plattformen erhältlich. Wir freuen uns ja sooooo! (Ganz die stolze Mama)
 
Wie unterscheidet sich dieses Album deiner Meinung nach von Euren bisherigen Arbeiten?

Das ist leicht... Die Frage stellt sich bei uns gar nicht, weil „Seeker Seeker“ unser Debütalbum ist, also ein Erstlingswerk.
 
Welchen Song vom aktuellen Album mögt ihr am liebsten und warum?

Hm... darf ich auch mehrere nennen?
 
Aber natürlich ist ja dein Interview!

Meine Lieblingsballade ist auf jeden Fall „Remind Me, Unbind Me“. Sie ist aus einer tiefschweren Trauer entstanden, als ich mich selbst nicht mehr spüren konnte - wer ich bin, was mich ausmacht... es war, als wäre ich von mir selbst abgefallen und könnte mich an meinen innersten Kern nicht mehr zurückerinnern. Der Song ist über die Maßen ehrlich und auf tieftraurige Weise schön.
Die „Kleine Sozialneurose“ ist noch so ein Lieblinggssong. Es ist ein Kampf mit der Welt, eine funkensprühende Rebellion, die meine Suche nach Wahrheit widerspiegelt.
Und „Of White Bubbles“ liebe ich auch sehr. Es ist ein elfenhafter Koboldwalzer und es fliegen mehrere Funkel-Seifenblasen durchs Bild, wenn man ihn anhört. Es kann nie genug Funkelndes durchs Bild fliegen (DAS stimmt allerdings - mehr Glitzer im Leben!)
 
Wie sehen Eure momentanen Live-Aktivitäten aus?

Am 10. Oktober – also Anfang diesen Monats – haben wir das Release Konzert unseres Albums „Seeker Seeker“ gegeben, Ende November (am 29.) geht’s dann weiter im Backstage Club (München), wo wir als Vorband von COPPELIUS spielen dürfen. Mehr Live-Gigs stehen leider noch nicht fix im Kalender – sind aber definitiv gemeinsam mit unserem Management „Laetitium“ in Planung.
 
Mit welchen Bands würdet Ihr gerne mal auftreten?

Ich persönlich bin ja ein Wahnsinns-Fan von BAT FOR LASHES und FLORENCE + THE MACHINE … Nicht nur die Musik ist unglaublich – beide Künstlerinnen erschaffen ein akustisches, visuelles und inhaltliches Gesamtkunstwerk, das mich tief berührt und das ich sehr inspirierend finde. Mit diesen beiden Bands würde ich sehr sehr gerne mal auf der Bühne stehen!
Und diesen Herbst freuen wir uns wie die Schnitzel am 29. November als Vorband von COPPELIUS im Backstage (München) auftreten zu dürfen! Einer Band, mit der wir auch mega gerne mal spielen wollten!
 
 

Der Gig auf dem Musikfestival in der Philharmonie Timisoara (Rumänien) vor an die tausend Leuten im Publikum und unser Releasekonzert im Oktober – weil wir da endich unsere Platte „Seeker Seeker“ vorstellen durften !
 
Bitte hinterlasse hier noch ein paar abschliessende Worte an unsere Leser!

Wir hoffen, ihr habt richtig Lust auf unsere Musik bekommen und wir sehen uns bald auf einem Konzert oder hören uns auf spotify!

Es war toll dieses Interview führen zu dürfen – vielen Dank nochmal!
Eigentlich habe ich noch soooo viele Fragen, aber das dann beim nächsten Mal.

 


WERBUNG: Hard
ANZEIGE
WERBUNG: Escape
ANZEIGE