VEYTSTANZ - Daniel "Glöckchen"

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Diesmal geht es eher in Richtung Rock und Metal, wobei wir uns da selbst nicht in Schubladen stecken wollen und auch genreübergreifend experimentieren, dem Mittelalter aber trotzdem auch treu bleiben.

Nein, wir wollen nicht nur saufen und feiern... ähmm... Wir wollen die Weltherrschaft... uuuund... dass ihr das VEYTSTANZ-Interview lest!

Veröffentlicht am 09.05.2018

VEYTSTANZ klingt im ersten Moment nicht unbedingt nach einer terroristischen Organisation, aber wenn sie nicht gerade moderne  Mittelalter-Musik unters Volk bringen oder an einem Album arbeiten, üben sie schon mal Anschläge mit dem "Fiesen Friesengeist" auf unliebsame Musikjounalisten aus! Hier erfahrt ihr mehr!


Mittelalterbands erfreuen sich wie viele andere ehemalige Underground-Genres immer größerer Beliebtheit. Wieso bringen eurer Meinung nach TV-Sender keine Spezialsendungen für Nischenmusik?

Weil es nicht kommerziell genug ist und das Interesse leider zu gering ist. Häufig werden beispielsweise Mittelaltermarkt-Gänger noch immer belächelt und abgestempelt.

VEYTSTANZ haben verschiedene Konstellationen durchlaufen. Welche Wirkung hat der Wechsel von einer Sängerin zu einem Sänger auf das Klima innerhalb der Band?

Mit dem internen Klima hat das nicht viel zu tun. Klar, jeder bringt seine eigene Persönlichkeit mit. Es geht ja darum, dass die einzelnen Mitglieder miteinander auskommen, und das ist geschlechtsunabhängig.

Privat wirkt ihr vielseitig interessiert und modern. Welche Einflüsse bringt jedes Mitglied in den Sound ein?

Wir kommen alle aus verschiedenen Genres, Blackmetal, Nu-Metal, Folk, Alternative, Stoner usw. Und die Einflüsse merkt man schon, vor allem bei den neuen Songs.

Saltatio Mortis stießen zu Beginn ihrer Karriere mit "Das Zweite Gesicht", einem der innovativsten, melodischsten und in sich stimmigsten Alben, wegen der Verwendung moderner Electro Elemente auf Unverständnis bei eingefleischten Mittelalterfans und heimsten auch in der Fachliteratur ordentlich Kritik ein. Wie tolerant schätzt ihr die Szene ein? Fühlt ihr euch manchmal in eurer künstlerischen Freiheit eingeschränkt?

Die reine Mittelalterszene an sich ist selten tolerant. Beispiel: "Uääääh - Gitarre auf der Bühne!", aber das kann man natürlich nicht über einzelne Personen sagen. Wir bekommen zwar häufig mit, dass Veranstalter genaue Vorstellungen haben und nicht sehr offen gegenüber eigenen Stilen sind, aber trotzdem bekommen wir von Zuhörern gesagt, dass ihnen das Innovative an unseren Liedern gefällt. Wir haben uns lange zurückgehalten, vor allem bei den Mittelaltermärkten. Damit haben wir jetzt aufgehört, jetzt lassen wir unseren Ideen freien Lauf.

Mittelalteranhänger würde ich traditionell der linken Szene zuordnen, auch wenn es in unseren modernen Zeiten immer schwerer fällt, sich deutlich zu positionieren. Meidet man politische Statements eher, da sie heutzutage der Karriere schaden können, oder verliert auch die Mittelalter-Szene zwangsläufig durch die Wirren des Weltgeschehens einen Teil ihres Charakters? Könntet ihr euch vorstellen, sozialkritische oder gar politische Lyrics zu verfassen?

Auf der Bühne vermeiden wir es, uns zu positionieren, da wir nicht alle die gleiche politische Meinung vertreten. Ganz klar positionieren wir uns nur gegen Rechts. An unserer Musik darf jeder Spaß haben, wir wollen niemandem einen Stempel aufdrücken, das hat nichts damit zu tun, dass es der Karriere schadet. Sozialkritische Texte zu verfassen können wir uns sehr gut vorstellen, politisch eher nicht.

Wie weit seid ihr mit eurem neuen Langspieler? In welche Richtung geht er?

Aufnahme und Songwriting gehen momentan Hand in Hand. Wir haben uns bereits ein Zeitfenster gesetzt. So viel sei verraten: Im Laufe dieses Jahres. Diesmal geht es eher in Richtung Rock und Metal, wobei wir uns da selbst nicht in Schubladen stecken wollen und auch genreübergreifend experimentieren, dem Mittelalter aber trotzdem auch treu bleiben.

VEYTSTANZ kann man immer wieder live in ordentlichen Locations in Deutschland erleben. Wenn ihr auf der Stelle ein europäisches Land für ein paar Gigs bereisen könntet, welches wäre das und warum?

Das wäre wohl Skandinavien, weil dort die Menschen sehr aufgeschlossen sind. Teile der Band würden aber lieber in wärmere Gefilde reisen.

Wann und wo kann man die neue CD erwerben?

Ein genaues Datum wollen wir noch nicht nennen, aber sie wird über unseren Webshop erhältlich sein.

Was sind eure nächsten Ziele? Und was wollt ihr langfristig erreichen?

Erstmal die CD fertig machen, und dann eher von den Mittelaltermärkten weg hin zu Festivals und Clubgigs.

Könntet ihr euch vorstellen, ein Musikvideo zu produzieren? Wie würdet ihr es gestalten?

Das können wir uns sehr gut vorstellen. In gar nicht allzu langer Zeit wird es zu sehen sein. Wir wollen aber noch nicht vorweg greifen.

Die letzte Frage ist oft die beste: Du hast einem weiteren Stormbringer Redakteur und mir mal einen Kurzen ausgegeben. Der war klar, brannte wie Feuer und schmeckte nach Benzin. Kannst du dich entsinnen, was das für ein Teufelszeug war?

Der fiese Friesengeist!

Wir empfehelen hiermit unseren Lesern, vor allen wichtigen Entscheidungen, den fiesen Friesengeist in rauen Mengen zu trinken und hängen thematisch korrekt den "Zechpreller" zum Abschluss noch dran!

Dir, Glöckchen, vielen Dank für die mitgebrachte Zeit! Stormbringer schläft nie und hält immer ein Auge für Neuigkeiten offen! VEYTSTANZ wird observiert!

Bandfoto by TO Kühne


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