Darkfall - Sascha Ulm und Markus Seethaler

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Nachdem wir jetzt unsere eigene Art zu spielen entwickelt haben und unseren eigenen Weg gefunden haben, ist es eine neue Ära.

Interview mit DARKFALL auf dem Kaltenbach Festival 2014

Veröffentlicht am 02.10.2014

Ihr habt ja schon des Öfteren am KALTENBACH Festival gespielt, wie war es damals und wie war der Auftritt dieses Jahr?

Markus: Kaltenbach ist immer super zu spielen, da kann man sich nie beschweren. Gestern waren wir uns aber ein bisschen unschlüssig wie es wird, weil wir zum ersten Mal wirklich ganz zum Schluss gespielt haben, nach dem Headliner. Die Erfahrung war super, hat uns getaugt, es war auch cool im Dunkeln zu spielen. Und ich hoffe, es hat auch den Leuten getaugt.

Wie waren die Kritiken für euer letztes Album, „Road To Redemption“?

Sascha: Durchwegs wirklich positiv. Also egal in welchem Magazin oder Website das Album „promoted“ oder analysiert worden ist, finde ich das es überall sehr gut angekommen ist.

Wie gefällt es euch persönlich?

Markus: Die Kritiken sind genauso wie wir es auch einordnen würden. Also das trifft es schon sehr gut, nicht überschwänglich aber sehr solide. Es ist sehr gut und so das noch was zum drauflegen ist, was wir jetzt mit dem nächsten Album vorhaben.

Ich hab gehört, dass das Album eine neue Ära einleitet, kann man das so sagen?

Sascha: Ja auf jeden Fall! Nachdem wir jetzt unsere eigene Art zu spielen entwickelt haben und unseren eigenen Weg gefunden haben, ist es eine neue Ära. Man muss mit der Zeit gehen, es muss moderner werden, es muss ein bisschen in Richtung Mainstream gehen und ja, es gefällt uns so einfach gut.

Markus: Wir haben ja recht viele Besetzungswechsel gehabt, und grad bei dem Album jetzt wieder und dadurch ist das jetzt für ein uns ein schöner Abschluss. Es sind ein paar Ideen und Überlegungen von früher dabei und auch neue Einflüsse sind dabei, das ist die Richtung, in die wir jetzt gehen möchten. Somit die neue Ära, der Abschluss der Alten und der Beginn der Neuen.

Glaubt ihr dass dieses „Line-Up“ beständiger ist als das davor?

Schwer zu sagen! (lachen)

Sascha: Nein (lacht) wir vertragen uns ja auch privat sehr, sehr gut. Wir sind ein wirklich gutes Team. Also ich bin da guter Hoffnung.

Warum ist so viel Zeit zwischen dem letzten Album und „Road To Redemption“ vergangen?

Markus: Zum letzen ist gut, es hat ja noch gar keins gegeben eigentlich (lacht). Das ist das erste Album einer Band die es seit 1995 gibt (lacht). Aber zum letzten Demo ist auch viel Zeit dazwischen, ja. Das war 2006 das letzte. Ja warum, eigentlich hauptsächlich wirklich wegen Besetzungswechsel. Die einen sind ausgestiegen, dann kamen neue Leute dazu, dann waren die Songs geschrieben, dann sind wieder welche ausgestiegen, dann sind wieder Neue gekommen. Dann schreibt man natürlich neue Songs weil jeder auch seine Einflüsse mit reinbringen möchte. Und ja, das hat dann wirklich so lang gedauert bis man sich gefunden hatte und jetzt funktionierts. (lacht)

Was war die beste Tour von euch, mit welcher Band? Oder bestes Konzert?

Markus: Tour, würde ich sagen von der Erfahrung her, Griechenland. Das war eine Mini-Tour durch drei Städte. Eigentlich war das mehr Urlaub mit nur drei Konzerten, aber das war echt eine coole Erfahrung.

Was wäre denn so die absolute „Traumband“ mit der ihr gerne mal Touren würdet?

Sascha: Das ist jetzt eine gute Frage. (lacht). Naja es gibt keine schlechte Band, wir gehen eigentlich mit jedem gerne auf Tour, weil jeder der Musik macht sitzt eh im gleichen Boot. Es gibt da keinen Favoriten. Wir sind alle gleich, finde ich, auf die Schnelle wüsste ich es jetzt nicht. Ich meine, natürlich würde ich gern mit SLAYER oder IN FLAMES auf Tour gehen, ARCH ENEMY würde mir da jetzt auch einfallen. Aber ja, im Endeffekt ist es mir eigentlich egal, Musiker verstehen sich ja alle recht gut miteinander, da ist meist eine recht gute Chemie zwischen den Bands.

Was waren die Höhepunkte in eurer Bandgeschichte, oder kommen auch noch welche?

Markus: Ich hoff sie kommen noch! Aber es hat schon viele gegeben auch, ja. Wir sind jedenfalls immer offen für neue Höhepunkte, die wir anstreben. Höhepunkte jedenfalls waren KALTENBACH-Konzerte.

Sascha: Einer meiner persönlichen Höhepunkte war METALDAYS heuer, vom spielen her, die Bühne war ein Wahnsinn, die Location war einfach super. Aber es gibt so viele, ich glaub das war jetzt das siebte Festival, was wir hintereinander gespielt haben. Es ist jedes Festival für sich ein Höhepunkt, aber mein persönliches war das METALDAYS, also in diesem Jahr.

Markus: Es ist auch oft so, dass eine kleine Clubshow auch ein Höhepunkt sein kann, wenns einfach passt und die Chemie zwischen Band und Publikum stimmt. Wir haben einmal in Deutschlandsberg gespielt, das war zwar ein winzig-kleines Lokal, aber es war ein super Konzert und so entstehen auch Höhepunkte, an die man sich erinnert, es muss nicht immer riesig sein.

Ihr habt ja im Laufe eurer Bandgeschichte mal ein Keyboard dabei gehabt, warum gibt es jetzt keines mehr?

Das war vor unserer Zeit.

Sascha: Naja, jetzt haben wir Sampler. (lacht) Wir haben am neuen Album aber auch Keyboard-Parts, bzw. Klavierstücke, die aber auch wirklich mit einem Klavier eingespielt worden sind. Warum da kein Keyboarder ist weiß ich nicht, wie gesagt, das war vor meiner Zeit, aber wir werden auch weiterhin unsere Sampler einsetzen und Soundeffekte im neuen Album dann einbringen.

Was inspiriert euch beim Lyrics schreiben?

Markus: Die schreibt hauptsächlich unser Sänger, der jetzt grad nicht da ist, das ist deswegen schwierig, aber ich würde sagen viel persönliche Erfahrung bzw. die eigene Stimmung. Wie er sich fühlt, so bringt er es auf Papier. Das kann dann unterschiedlichste Richtungen annehmen.

Was macht die Musik von DARKFALL am meisten aus?

Sascha: DARKFALL gibt es ja schon sehr lange, ich würde sagen von den urigen Thrash-Anfängen, also wirklich Old School-Thrash und die modernen Einflüsse die jetzt dazukommen. Und obwohl es jetzt modern klingt, ist dieser alte Kern noch immer da. Somit ist diese Linie all die Jahre immer durchgegangen.

Was habt ihr dieses Jahr noch vor?

Markus: 2014 wenig, ein Konzert noch in Villach im September und dann kommt eine Studiopause. Das heißt die Songs sind eigentlich fertig. Also ab Oktober sind wir dann im Studio bis ungefähr Mitte nächsten Jahres. Und wir möchten dann das neue Album nächstes Jahr auch rausbringen.

Was wären dann die Ziele nächstes Jahr oder in weiterer Zukunft?

Markus: Ich würde sagen, einfach Stück für Stück weiterarbeiten. Dranbleiben und immer eines drauflegen. Du hast ja auch unsere langen Abstände zu Veröffentlichungen angesprochen, also wir wollen uns jetzt nicht zwingen immer schnell was zu machen, aber wir wollten jetzt auch schnell was nachlegen nach dem jetzigen Album, weil wir gesagt haben, wir haben genug Ideen, wir haben genug Material und wir wollen das auch zeigen, „Wir sind jetzt produktiv, wir tun was, wir sind dabei.“

Noch welche Abschlussworte an die Fans?

Sascha: Ein großes Dankeschön auf jeden Fall für den Support an alle! Es war wirklich ein geiles Jahr, es war fantastisch was die Fans für uns gemacht haben bzw. uns geholfen haben, dass wir wieder so werden wie wir eigentlich sein wollen und uns inspiriert haben, was man vor allem bei den neuen Songs dann hören wird. Also danke an alle!


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