FORGOTTEN SUNS - Innergy

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VÖ: 27.02.2009
Bandinfo: FORGOTTEN SUNS
Genre: Progressive Metal
Label: Prog Rock Records
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Lineup  |  Trackliste

Die Portugiesen haben ja schon eine bewegte Vergangenheit hinter sich. Seit dem Albumeinstand “Fiction Edge” (2000) mühte man sich mit permanenten Line Up Veränderungen herum und auch seit dem letzten Lebenszeichen „Snooze“ (2004) hat es wieder ordentlich gerumpelt im Bandkarton. Neu dabei Sänger Nio Nunes und auch der ins Bandgefüge zurückgekehrte Keyboarder Miguel Valadares darf sich wieder FORGOTTEN SUNS Member nennen. Zugegeben fünf Jahre zwischen zwei Releases sind eine lange Zeit und so verwundert es auch kaum, dass es bei „Innergy“ deutlich härter, roher zur Sache geht. Vergessen sind die träumerischen Prog Rock Zitate der Vergangenheit, „Innergy“ ist zwar immer noch proggig zum Quadrat, fährt aber eindeutig in der Metalschiene dahin!

Gerade zu Beginn, so bei „Flashback“ und „Racing The Hours“ hatte ich des Öfteren ein THRESHOLD Deja Vu, welches dann bei den Mammut Opera (das ist die Mehrzahl von Opus!) Songs der Sorte „News“, „Outside In“ und „Nanoworld“ einer deutlichen DREAM THEATER Schlagseite weichen musste. Das wäre alles nicht wirklich ein Problem, wenn sich Gitarrist Ricardo Falcão samt seinem zurückgekehrten Keyboard Mann Miguel Valadares in diesen Tracks nicht zu sehr der sinnlosen, egoistischen, ja fast selbst beweihräuchernden Frickelei ergeben würde. Wie man verspielte Prog Metal Songs ohne jegliche Egotrips komponiert, beweisen die Jungs mit „An Outer Body Experience“, ein Achtminüter, der nicht nur durch das Piano Outro zu Gefallen weiß, sowie dem zeitweise richtig hart und dynamisch dahindonnernden „Mind Over Matter“. Wird’s dann noch kurz und knackig, wie beim gar fantastischen „Doppelganger“, oder beim Eröffnungstune „Flashback“ dann kann man FORGOTTEN SUNS sogar für höhere Ehren vorbereiten, allein die Frickelei, welche sich in den 65 Minuten einschleicht macht diesen guten Gesamteindruck zeitweilig zunichte. Daher gibt’s diesmal „nur“ ein OK mit auf dem Weg und die Hoffnung, dass beim nächsten Longplayer vielleicht weniger das Ego und mehr der Song im Vordergrund stehen wird.



Bewertung: 3.0 / 5.0
Autor: Reini (19.03.2009)

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